Vom Freitag bis Sonntag fuhr ich die “Tour d`Eure et Loire” für die Kat. U23 in Frankreich.

Unsere Unterkunft war ca. eine Autostunde westlich von Paris entfernt in der Stadt Charters.
Leider wurde es am Donnerstag ziemlich spät bis wir im Hotel waren, so konnte ich nicht mehr aufs Rad und es ging an Freitag direkt mit den 160km los.
Die Strassen wahren meist sehr eng, es gab viele kleine Aufstiege und enge Kurven, und der Wind war den ganzen Tag unser stetiger Begleiter.
Ich erwischte einen rabenschwarzen Tag, war kraftlos und einfach nicht bereit.
Ich hoffte das meine Beine noch besser werden umso länger es gehen würde, doch daraus wurde nichts.
Bei km 110 hatte ich einen Hinterrad-Defekt, musste lange auf den Teamwagen warten und hatte dann ein grosses Loch zum Feld.
Ich kämpfte mich nochmals ins Feld zurück, doch das Tempo war zu diesem Zeitpunkt ziemlich hoch und bei einer erneuten Steigung musste ich das Feld ziehen lassen.
Ich fuhr die Etappe noch locker zu Ende und kassierte 15min. Rückstand auf den Tagessieger. Es konnte also nur noch besser werden.
Nach einer kurzen Nacht mussten wir bereits um 7:00Uhr aufstehen für die Halbetappe am Vormittag. Diese betrug 96,4 km.
Meine Beine fühlten sich um “Welten” besser als am Vortag und ich konnte mich vorne im Feld behaupten.
Bei Rennhälfte konnte sich eine Gruppe absetzen mit meinem Teamkollegen Nicolas Winter.
Der Vorsprung war nie gross, doch das Team des Leaders schaffte es nicht die Gruppe einzuholen.
Im Sprint gab es einen bösen Crash mit einer Zuschauerin, ich musste voll auf die Bremse um nicht zu stürzen.
Am Nachmittag stand ein 26,6km lange Teamzeitfahren auf dem Programm. Unser Team hat diese Disziplin nicht trainiert, so war ein top Resultat sehr unrealistisch.
Trotzdem wahren wir alle top motiviert eine gute Zeit zu fahren. Obwohl wir diese Disziplin noch nie trainiert hatten lief es sehr gut.
Im Ziel hatten wir eine Zeit um die 30min, leider nicht viel wert, denn fast alle Teams waren schneller als wir.
So mussten wir uns damit zufrieden geben. Unser Trost war es wenigstens nicht die Letzten zu sein.
Und schon stand die letze Etappe auf dem Programm.
Der Start für die 155km lange Schlussetappe war erst um 13:00Uhr. Wir freuten uns, dass wir bis 9:00Uhr schlafen konnten, doch daraus wurde nichts.
Um 6:45Uhr klopfte es an der Zimmertür. Doping Kontrolle!
Alle Teams die in diesem Hotel waren mussten zum Bluttest antreten.
Da war es aus mit dem länger schlafen.
Mein Ziel für heute war klar, ich wollte in der Gruppe des Tages sein.
Nach der neutralen Zone ging es direkt los. Attacke um Attacke ging los.
Ich beteiligte mich auch und plötzlich war ich solo weg. Nach einiger Zeit schlossen drei Fahrer zu mir auf und der Abstand wurde grösser.
Bei der Sprintwertung konnte ich mir einen Punkt gutschreiben lassen.
Das war aber auch alles, denn das Hauptfeld kam mit hohem Tempo nur so heran geflogen.
Ich probierte es nochmals, doch die richtige Gruppe verpasste ich leider.
Der Tag war auch im Feld nicht sehr gemütlich, denn das Tempo war immer über 45km/h und der Wind war heute auch unser Begleiter.
Es wurde sehr viel Windkante gefahren.
Ich konnte am Ende leider nicht mehr in den Sprint eingreifen und klassierte mich auf dem 30. Rang, im Schlussklassement landete ich auf dem 78. Rang.
Leider lief es mir bei dieser Rundfahrt nicht wie erhofft, doch so ist das im Sport, es gibt gute Tage wo alles läuft und Tage da geht überhaupt nichts.
Ab Donnerstag bin ich in Österreich im Einsatz.
Unser Team hat die Einladung für die Oberösterreich-Rundfahrt erhalten.